Thomas "Bachi" Bachmann erzählt dir in dieser Story warum er zwei Jahre auf die Angeltour nach Frankreich mit seinen Kumpels warten musste. Während der Tour werden die Angler mit vielen Herausforderungen konfrontiert, beenden sie jedoch mit einem echten Highlight. Aber lies diese Story aus der Community am besten selbst...
Neustart
730 Tage. So lange dauerte die Vorbereitung auf unseren ersten Frankreichtrip. Die Wartezeit von zwei Jahren kam zustande, weil wir eigentlich schon im November 2024 starten wollten. Die Angelkarten waren bestellt, alles war bereit, bis eine Woche vor Abfahrt das Unausweichliche passierte: Das Auto musste in die Werkstatt und das Ergebnis war niederschmetternd: Motorschaden, eine echte Hiobsbotschaft. „Also, mit Angeln nächste Woche – das wird nichts.“ Somit musste Plan B her und es wurden acht Tage in Mecklenburg mit Heizung statt Frankreich in kurzer Hose. 730 Tage später: beide Autos waren tipptopp und diesmal sollte wirklich nichts mehr schiefgehen. Wir, das sind meine Kumpels Daniel, Nick und Micha, platzten vor Vorfreude, packten die Autos bis unters Dach und starteten gegen 15 Uhr in die 1300 Kilometer lange Reise. Das Ziel war unser erster französischer See. Im Auto kannte die Euphorie keine Grenzen und die Zeit wurde mit guten Podcasts gut überbrückt. Alles drehte sich darum, endlich den ersten Franzosen zu fangen. Dass das schwieriger werden sollte als gedacht, wussten wir da noch nicht.
Angekommen
Wir kamen am ersten See an und es waren weit und breit keine weiteren Angler zu sehen und sogar die ersten Fische sprangen. Klingt also alles nach einem Selbstläufer. Eine kleine Insel hatte es uns angetan. Der Plan war schnell gemacht: Zelte aufbauen, Ruten raus. Dass wir das Ganze noch fünf weitere Male wiederholen würden, hätten wir zu diesem Zeitpunkt nie gedacht. Der erste Abend brachte gleich Aktion: bei Micha krümmte sich die Rute und es folgte der erste französische Karpfen! Größe? Egal. Gewicht? Nebensache. Hauptsache der Bann war gebrochen. Wir beschlossen noch eine Nacht zu bleiben. Micha fing weiter – drei schöne Fische. Ich hingegen nur zwei Brassen. Nicht das Ziel, aber immerhin war Bewegung auf meinem Spot. Ich? Zwei Brassen. Wie immer. Aber hey, immerhin Bewegung! Am nächsten Morgen brachen wir mit reichlich Sonne und einem Kaffee auf in Richtung Süden. 300 Kilometer bis zum nächsten Ziel lagen vor uns.
Unendliche Weiten
Wer den Süden Frankreichs kennt, der weiß, dass es nicht ohne Zwischenstopps an einer Bäckerei geht. Baguette, Pain und Chocolat sind dabei absolutes Pflichtprogramm. Die Fahrt vorbei an alten Dörfern, Weinbergen und verwitterten Steinhäusern war wirklich einfach beeindruckend. Der nächste See war ein echter Riese. Wir standen erstmal da und wussten nicht wohin mit uns. Ein kurzer Drohnenflug zeigte uns den Platz, der es für die nächsten Stunden werden sollte. Also Boote ins Wasser und rüber zur Insel. Der Wind peitschte kräftig, aber wir ließen uns davon nicht bei unserem Abenteuer abhalten. Camp aufbauen, Ruten raus. Vielleicht klappt’s ja auch hier.
Schlammschlacht
Ja, es klappte! Zwar blieb die Nacht ruhig, aber gegen 9:30 Uhr folgte dann ein Dauerton!
Und plötzlich war alles vergessen: der Dauerregen seit 2 Uhr nachts, der Matsch, das Chaos.
Der erste Fisch am großen See – was für ein Moment! Das Gewicht? Zweitrangig.
Das Erlebnis? Unbezahlbar. Doch der Regen hörte nicht auf. Der Boden wurde weicher, die Zelte standen im Wasser. Also zogen wir zwanzig Meter nach hinten auf eine kleine Wiese um und das Problem war gelöst. Dachten wir zumindest, denn Daniels Funkbox reichte plötzlich nicht mehr bis zu den Ruten. Also suchten wir weiter nach dem idealen Platz. Nach einigem Hin und Her lief zumindest technisch wieder alles rund. In Hinsicht auf das Angeln herrschte leider Funkstille. Der Wind drehte ständig und die Fische blieben aus.
Und plötzlich war alles vergessen: der Dauerregen seit 2 Uhr nachts, der Matsch, das Chaos.
Der erste Fisch am großen See – was für ein Moment! Das Gewicht? Zweitrangig.
Das Erlebnis? Unbezahlbar. Doch der Regen hörte nicht auf. Der Boden wurde weicher, die Zelte standen im Wasser. Also zogen wir zwanzig Meter nach hinten auf eine kleine Wiese um und das Problem war gelöst. Dachten wir zumindest, denn Daniels Funkbox reichte plötzlich nicht mehr bis zu den Ruten. Also suchten wir weiter nach dem idealen Platz. Nach einigem Hin und Her lief zumindest technisch wieder alles rund. In Hinsicht auf das Angeln herrschte leider Funkstille. Der Wind drehte ständig und die Fische blieben aus.
Wir sind angekommen
Am dritten Abend bekam ich auf meiner rechten Rute, die auf einem kleinen Plateau lag, einen Fallbiss. Ich ging direkt ins Boot und pumpte mich an den Fisch. Viermal zog der Fisch insgesamt um ein Hindernis, bevor sich die Schnur löste. Der Fisch war frei und wir hielten den nächsten Franzosen vor der Kamera. Glück pur! Das Wetter klarte auf und wir belohnten uns mit einem leckeren Grillen. Es ging zuvor erst ab in den Supermarkt, um frische Vorräte zu besorgen. Kaum saßen wir mit Bier und gutem Essen da, rannte Michas Rute los. Und dann folgte ein großer Schockfisch: ein Waller, 1,35 m lang, knapp 40 Kilo schwer! Solch eine Kraft, solch ein Erlebnis – pure Sprachlosigkeit. Unvergesslich. Nach sechs Nächten beschlossen wir weiterzuziehen. Daniel und Nick waren noch ohne Fisch und das musste sich ändern.
Kein Plan? Kein Angeln? Keine Chance!
Die Boote wurden diesmal bei Windstille schnell beladen und es kehrte Routine ein. Wir machten einen kurzen Zwischenstopp am mehr und tankten Sonne. Doch an jedem Gewässer warteten neue Hindernisse auf uns. Das Befahren mit dem Boot war nicht erlaubt, Nachtangeln war verboten, Zufahrtsschranken blockierten den Weg und es war zu wenig Platz für vier Angler. Es kam allmählich Frust bei uns auf. Also beschlossen wir gegen 21 Uhr eine Pause zu machen und etwas zu essen. Im Anschluss daran suchten wir uns ein Gewässer, das auf dem Heimweg lag. Uns blieben noch zwei Nächte, bevor es zum Carpy Live Podcast gehen sollte.
Die richtige Entscheidung?
Wir fuhren durch die Nacht und kamen irgendwann an einem kleinen Kanal zum Stehen. Wir waren müde, genervt, aber irgendwie entschlossen. Dabei entschieden wir uns für zwei Ruten pro Mann und eine Mütze Schlaf. Am Nachmittag kamen wir dann zu dem Entschluss, dass wir hier die restlichen zwei Nächte bleiben und spielten somit alles oder nichts. Die erste Nacht blieb ruhig. Zu ruhig! Die Stimmung war somit im Keller. Aber gemeinsames Kochen und ein paar Lacher sorgten dafür, dass die gute Laune schnell zurückkehrte. Am letzten Morgen in Frankreich bekam Daniel einen Biss. Es folgte der größte Karpfen der Tour. Ein makelloser Schuppi, sorgte nach starkem Kampf für das perfekte Ende der Reise.
Finale: Braunfels – Carpy Live
Die Autos wurden schnell vollgeladen und es ging ab in Richtung Heimat. Nach einer Dusche im Hotel und der Taxifahrt zur Location des Podcasts durften den Preis für die weiteste Anreise entgegennehmen. Was ein Abschluss!
Fazit
Frankreich ist nicht gleich Frankreich. Es gibt unglaubliche Gewässer, unzählige Möglichkeiten, aber eben auch Regeln, Grenzen und Überraschungen. Die Fische springen einem auch hier nicht in den Kescher und das Abenteuer ist das was wirklich zählt. Für uns war es die Reise unseres Lebens. Und garantiert nicht die Letzte.
Ein besonderer Dank geht an:
Markus von RMD-Label – beste Kleidung, Top-Qualität.
Platincarpbase – perfekte Kleinteile, vor allem Bleie.
Eurocarp, KL Angelsport, Freaky Carp Baits, HZ Baits – starke Partner an unserer Seite. Und natürlich meiner Familie – ohne euch wäre so eine Tour unmöglich.
Platincarpbase – perfekte Kleinteile, vor allem Bleie.
Eurocarp, KL Angelsport, Freaky Carp Baits, HZ Baits – starke Partner an unserer Seite. Und natürlich meiner Familie – ohne euch wäre so eine Tour unmöglich.
Meine Jungs:
Daniel Dietz, Nick Sommer, Micha Vogel – ihr seid einmalig!
Daniel Dietz, Nick Sommer, Micha Vogel – ihr seid einmalig!
Was für eine Reise. Was für eine Zeit. Was für ein Abenteuer.
Mehr über Thomas Bachmann erfährst du auf:
Tags:
Interessant für dich
Keep the Spirit - LOVE NATURE
476
Trailer
01.06.2014
Love Nature.Love Fishing.Love Living.Keep the Spirit!Auf DVD und Blu-ray, Dezember 2014.Infos:http://www.darkmoerner.blogspot.de
weiterlesenKeep the Spirit - LOVE LIVING
440
Trailer
24.08.2014
Love Nature.Love Fishing.Love Living.Keep the Spirit!Auf DVD und Blu-ray, Dezember 2014.Infos:http://www.darkmoerner.blogspot.de
weiterlesenKeep the Spirit - LOVE FISHING
445
Trailer
08.06.2014
Love Nature.Love Fishing.Love Living.Keep the Spirit!Auf DVD und Blu-ray, Dezember 2014.Infos:http://www.darkmoerner.blogspot.de
weiterlesenCHRISTOPHER PASCHMANNS VAN-LOG #1 - erster Halt: Frankreich!
106
Van Log
27.06.2021
Fünf Monate im Van, mit der Family - und so gut wie immer am Wasser? Diesen Traum von Freiheit trotz Lockdown machte sich Christopher Paschmanns im vergangenen Winter wahr! Welche Hürden er mit seiner Familie nehmen musste und wie krass es beim ersten Stopp in Frankreich bereits abging - in diesem ersten von mindestens 14 LOGs erfährst du es!
weiterlesen