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Profitipps im Februar: Mathias Lange
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Profi Tipps 26.02.2021

Vielerorts schießen die Temperaturen in die Höhe, doch die Idylle täuscht, denn Unterwasser herrscht noch tiefster Winter! Heute gibt euch Mathias Lange – Teamer bei Korda – einige Tipps fürs Angeln im Spätwinter an die Hand. Welche Faktoren in seiner Angelei in diesem Monat Berücksichtigung finden? Hier erfahrt ihr es!Der Winter ist aus meiner Sicht eine sehr interessante Jahreszeit zum Karpfenangeln. Er stellt mich vor große Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Ich persönlich liebe diese, denn gerade das Meistern schwerer Aufgaben macht mir besonders viel Freude. Je nach Wetter können die Gewässer meiner Region sehr schnell auskühlen und sie sind dann oftmals in den Nächten zügig mit einer dünnen Eisschicht überzogen.Auf der anderen Seite gibt es aber auch sehr oft milde Phasen, in denen es sich lohnt loszuziehen und sein Glück zu versuchen. Dann sind die Chancen, den einen oder anderen Karpfen zu überlisten, sehr hoch. Man muss nur sehr oft seinen inneren Schweinehund überwinden und den kalten Temperaturen trotzen. Denn auch im Winter macht Karpfenangeln richtig Spaß, zumal die Ruhe am Wasser eine ganz besondere ist. Hier folgt nun meine Übersicht:Windrichtung/MondphaseIch achte sehr akribisch darauf, aus welcher Richtung der Wind kommt und bevorzuge es dann, in den geschützten Bereichen meine Ruten zu platzieren. Dort bleibt das Wasser meistens wärmer und die Fische halten sich dort auf. Auch werfe oder lege ich eine Rute öfter um, um so viele Bereiche wie möglich zu erkunden und um die Fische zu finden.Auch Phasen zunehmenden Mondes haben mir in der Vergangenheit sehr geholfen, auf Bisse in der Nacht oder in den Morgenstunden zu kommen. Zu starke Wetterwechsel sowie Temperaturschwankungen sind meiner Erfahrung nach nicht optimal dazu geeignet, um im Winter erfolgreich zu sein.Bestand/BereicheDes Weiteren versuche ich, mir Gewässer raus zu suchen die ich gut kenne, die einen guten Bestand an Karpfen beherbergen und die in ihrer Beschaffenheit etwas tiefer sind – sofern möglich. Diese werden nicht alt zu schnell auskühlen und die Karpfen bleiben länger aktiv. Krautige, schlammige oder holzige Bereiche im See sind auch sehr gern genommene Winterquartiere der Karpfen. Liegt in dem beschriebenen Bereich eine Rute und die Bedingungen passen, dann wird man in der Regel auch seinen Biss bekommen. Die Zeitfenster, in denen die Fische ihre Nahrung aufnehmen sind aber sehr kurz.Futter/HakenköderMein Futter ist mir im Winter extrem wichtig. Es muss unter Wasser sofort seine Arbeit aufnehmen und sollte vor Attraktivität nur so strotzen. Dosenmais, Teig, halbierte Boilies (die ich einen Tag vorher in Wasser und Liquid einlege) und Groundbait sind im Winter immer mit dabei. Dieses beschriebene Futter kann oftmals dafür sorgen, dass träge Fische Nahrung aufnehmen. Dabei ist darauf zu achten, sparsam mit seinem Futter umzugehen. Jetzt ist weniger definitiv mehr!Weiterhin sind mir auffällige Hakenköder sehr wichtig. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass die Karpfen auch im Winter visuelle Reize sehr gut wahrnehmen. Kleine Pop Ups am Multi- oder Spinner Rig sind für mich dabei optimal, weil diese unter Wasser perfekt präsentiert werden. Da ich so gut wie nie ohne Boot losziehe, lege ich meine Montagen sehr akribisch ab und platziere mein Futter punktgenau. Das hat aus meiner Sicht auch viele Vorteile, denn gerade, wenn ich krautige Bereiche befische, hilft mir mein Boot sehr.Also Leute, wenn man auf ein paar Details achtet, macht auch der Winter richtig Spaß, um den einen oder anderen Karpfen zu fangen. Auch wenn die Wassertemperaturen unter 4 Grad fallen.Hier nochmal meine fünf wichtigsten Tipps für den Winter aufgelistet:1 - Wenig aber dafür sehr attraktives Futter verwenden.2 - Auffällige Hakenköder benutzen3 - Das Wetter und den Mond im Auge behalten4 - Der Bestand und die Größe des Gewässers sind sehr oft entscheidend.5 - Die tieferen Bereiche des Sees befischen, beziehungsweise krautige oder schlammige Stellen findenEin zusätzlicher Tipp ist es, die richtigen Klamotten dabei zu haben, oder eine Möglichkeit sich im Zelt aufzuwärmen. Ansonsten kann man recht schnell die Lust am Winterangeln verlieren.Bleibt gesundLiebe Grüße Mathias

Partner
Nash Marc and Alan