Das war sie also, die Van-Reise. In dreizehn Blogs habe ich euch hier von verschiedenen Abenteuern berichtet, die ich während meiner elfwöchigen Van-Tour durch Frankreich erlebt habe. Viele neue Gewässer, Abenteuer und Erfahrungen später, stelle ich euch im heutigen Vangling Blog noch einmal ein paar hilfreiche Tipps & Tricks zusammen, die eure nächste Van-Tour hoffentlich etwas erleichtern werden…
Planung und Vorbereitung
Der Weg ist das Ziel – einfach drauf losfahren und anhalten, wo es einem gefällt. Klingt nach typischem Van-Urlaub, aber das Angeln macht eben seine eigenen Gesetze. Überfüllte Gewässer, verzwickte Regularien und ungünstige Wetterkapriolen machen das Hobby, um das es beim Vangling eigentlich geht, schnell zu einer Tortour. Ich habe vor meiner Abfahrt Frankreich in Regionen unterteilt, in welchen ich zahlreiche Gewässer kenne. Somit habe ich immer Plan B, C oder sogar D in der Hinterhand, wenn es zum Beispiel im Frühjahr einen plötzlichen Schlechtwettereinbruch gibt. Grundsätzlich ist Spontanität beim Angeln aus dem Van immer wichtig, einen schnellen Ausweichplan parat zu haben, spart Zeit und ermöglicht im Vorhinein, etwas Recherchearbeit vorzunehmen.
Wenn man alles dahin zurücklegt, wo man es hergeholt hat, muss man nicht aufräumen
Klingt nach einer lästigen Floskel? Vielleicht. Fest steht, dass das Van-Life ein gewisses Organisationstalent voraussetzt. Ordnung zu halten hat oberste Priorität, zumal es darum geht, sich auf dem begrenzten Raum nicht selbst im Weg zu stehen oder verloren-geglaubte Dinge suchen zu müssen. Ergo: Boxen, Taschen und Co. sind unverzichtbar, um alle Ausrüstungsgegenstände darin unterbringen zu können. Kurze Van-Sessions vor längeren Touren helfen, einen Überblick und ein Gefühl dafür zu bekommen, was sich wo – und worin – befindet. Ein übergeordneter Tipp: Um sich besser zurechtzufinden, hilft es enorm, sich den Platz im Auto in Themen-Bereiche zu unterteilen. In meinem Fall etwa in im Form von Lifestyle-Gegenständen (Kleidung, Küche und Co.), Baits sowie den klassischen Ausrüstungsgegenständen vom Karpfenangeln.
Pass drauf auf!
Im Van unterwegs zu sein, bringt auch eine gewisse Verantwortung mit sich – schließlich hat das mobile Eigenheim einen gewissen Wert, den man sich durch Vandalismus nicht zerstören lassen möchte. Gewässer aufzusuchen, um die sich die wildesten Geschichten ranken, macht in meinen Augen wenig Sinn. Man möchte sich schließlich auf das Angeln konzentrieren, die Natur und das Van-Life genießen und sich nicht dauerhaft Sorgen um sein Hab und Gut machen müssen. Aber keine Sorge – denn die Auswahl infrage kommender Gewässer ist riesig. Auch das Ausschluss-Prinzip kann dabei helfen, die richtige Gewässerwahl zu treffen: Recherchen im Internet, auf Social Media oder mit Kollegen helfen dabei, „kritische Gewässer“ rechtzeitig zu ermitteln.
Unbefestigte Straßen und Höhenbegrenzungen: Van-Life birgt Einschränkungen
So viele Vorteile der Van auch mit sich bringen mag, er schränkt auch ein – und zwar bei der Gewässerwahl. Beispielsweise sind einige Wege in Frankreich mit Höhenbegrenzungen ausgestattet, die das Passieren von über 1,90m- oder etwa 2m-hohen Fahrzeugen unmöglich machen. Längere Zeit in einem VW-Bus oder vergleichbarem Gefährt zu verbringen, war jedoch nie eine Option für mich. Auch unpassierbare Wege durch Steigungen, zu tiefe Schlaglöcher oder überhängende Bäume können Gründe dafür sein, ein Gewässer nicht anfahren zu können. Ein Blick auf Google Maps hilft vor der Anreise dabei, eine grobe Idee von der Erreichbarkeit des Gewässers zu bekommen.
Kompromiss-Lösung statt Hardcore-Angeln
Generell bedeutet Van-Life auch Urlaub, den Moment und den Ort zu genießen – und dem übergeordneten Umstand, sein Zuhause an einem wunderschönen Fleckchen Erde geparkt zu haben. Diese Zeit mit Freundin oder der Familie zu teilen, birgt in meinen Augen einen deutlich größeren Mehrwert, als fanatisch dem nächsten Großfisch hinterherzulaufen und sich mit Liege und Zelt an einem Big-Fish-Pool in das Dickicht zu schlagen.
Alles dabei haben versus Improvisieren
Wenn man im Van unterwegs ist, merkt man jedes zusätzliche Kilo Gewicht, das man transportiert. Hunderte Kilo Futter, Tackle und Bleie mitzuschleppen, um für jede Situation gewappnet zu sein, halte ich für überflüssig. Improvisieren ist angesagt! Ein Beispiel: Habe ich zu leichte Bleie dabei, nutze ich Fahrradschläuche, an denen ich Steine befestigen kann. Das schont die Umwelt und nicht zuletzt auch den Geldbeutel. Bei Backleads sind Steine ebenfalls ein guter Kompromiss, die man mittels Fahrradschlauch und Büroklammer unkompliziert an der Schnur befestigen kann.
Auch die Futtertaktik muss man bei längeren Touren überdenken. An jedem Gewässer einen großflächigen Futterplatz anzulegen, ist in der Regel nicht drin. Instant bzw. mit kleineren Fallen zu arbeiten, ist futterschonend. Trockene Partikel in Säcken zu transportieren und diese am Wasser über Gas und durch das Sonnenlicht zu präparieren, spart ebenfalls das ein oder andere Kilo.
Ich hoffe, dass ich euch durch diese Tipps den ein oder anderen Denkanstoß geben konnte und ihr im neuen Jahr erfolgreich auf vier bewohnbaren Rädern losziehen könnt. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg dabei und einen guten Start in die Saison.
Beste Grüße
David
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