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Site-News / 01.02.2024

Luftdruck und Mondphasen - Faktoren für den kapitalen Fang?

Das systematische Anwenden von Erfahrungswerten zu Luftdruck und den Mondphasen kann dich gezielt, konstant und regelmäßig an die großen Fische eines Gewässers bringen. Diese Erfahrungswerte hat Christopher Paschmanns über die Jahre hinweg zu den Auswirkungen einzelner Umweltbedingungen beim Karpfenangeln gesammelt. Dabei konnte er feststellen, dass sich bestimmte Muster an den Verhaltensweisen der Fische erkennen ließen, die es ihm mittlerweile ermöglichen anhand der Voraussage von Mond und Luftdruck besonders attraktive Zeitfenster für den Fang großer Karpfen festlegen zu können.

Ein weiterer interessanter Gedanke zu dem Thema kann allerdings auch sein: Macht man bestimmte Luftdruck- und Mondphasen vielleicht nur für die großen Erfolge verantwortlich, weil man eben auch nur dann angeln geht, wenn die Bedingungen perfekt zu sein scheinen? Schließlich achten viele Karpfenangler überhaupt nicht auf solche Faktoren, sondern gehen dann angeln, wenn sie Zeit haben. "Ist das alles nur eine sich selbst erfüllende Prophezeiung?" - hinterfragt Christopher.

Ein Auszug seines praxiserprobten Wissens teilt Paschi nun in zwei ausführlichen Videos auf seinem YouTube Kanal mit dir. Du kannst dich auf interessante Tipps freuen, wie:
Wetter-App auf Handy
Uni Fish Wetterapp zum Karpfenangeln.

Der Luftdruck schießt nach oben – Wie verhalte ich mich jetzt?

Folgende Situation: Der Luftdruck schießt brachial nach oben, doch wir wollen trotzdem auf unserem gut vorbereiteten Futterplatz angeln gehen. Durch den hohen Luftdruck wird das Fressverhalten der Karpfen beeinflusst. Die Fische nehmen weniger auf, und es wäre ein fataler Fehler, die eingebrachte Futtermenge jetzt nicht zu verändern. Nun heißt es: Angeln über die Neugierde. Anstatt einzelne Bodenköder zu verwenden, wird ein kleiner, sehr auffälliger Pop Up einzeln präsentiert, um den nötigen Reiz bei den Fischen auszulösen und dich zum Erfolg zu führen.

Weitere Fragen, auf die Christopher im Video eingeht sind:

  • Was ist der Luftdruck überhaupt?
  • Welche Auswirkung hat Hochdruck, welcher Tiefdruck?
  • Was machen die Fische bei starken Umweltschwankungen?
  • Welches Gewässer wähle ich bei welchen Bedingungen?
  • Uvm.

Mehr Tipps zum Thema Luftdruck gibt’s hier auf Carpzilla! 

Da uns Karpfenangler das Thema Luftdruck bereits seit geraumer Zeit beschäftigt, haben wir über die Jahre einige interessante Beiträge auf Carpzilla veröffentlicht, die geballtes Fachwissen, gestützt auf Praxiserfahrung, enthalten. Lass dir dieses Wissen nicht entgehen und schau vorbei:
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Zunehmender Mond.
Mond App.

Rekordfische bei Vollmond – Was ist dran?

Als Christopher Paschmanns vor einigen Jahren sein Buch "Wassermann" schrieb, lag er im stetigen Austausch mit anderen Karpfenanglern und konnte seine Theorien oft mit denen der anderen bestätigen. Dabei stellten gleichermaßen Karpfenangler, wie auch Raubfisch- und Welsangler, mit denen Christopher sprach, die gleichen Verhaltensweisen fest. Im neuesten Video auf seinem YouTube-Kanal erfährst du, warum nicht unbedingt der Vollmond, sondern gerade die Tage davor eine außerordentlich gute Zeit für den Fang eines Kapitalen ist, und warum du bei Neumond immer genug Futter dabei haben solltest. Auch zu diesem Thema findest du hilfreiche Beiträge auf Carpzilla:
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Christopher Paschmanns am Rainbow Lake mit großem Karpfen.
Christopher Paschmanns Blog #3: der ewige Kompromiss
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CP-Blog 08.02.2021

Im vorausgegangenen Blog habe ich es bereits angekündigt: Diesmal wird es technisch und taktisch! Passt ja zum Winterangeln – und erst recht zu kommerziellen Gewässern im Winter… Und warum der ewige Kompromiss? Nun, weil ich beim Angeln im Grunde nie so kann, wie ich eigentlich möchte…Völlig überdimensioniertDafür ist die Angelei am Rainbow Lake ein gutes Beispiel. Diesen vielleicht berühmtesten Paylake kennt wohl jeder, oder? Knapp beschrieben: Etwa 40 Hektar groß, voll mit Inseln, von Gräben durchzogen und eher ein gefluteter Nadelwald als ein See. Holz ist hier unter Wasser kein seltener Hotspot, sondern fast allgegenwärtig. Ach ja, fast vergessen: In diesem See schwimmen wahrscheinlich mehr Karpfen jenseits der 25 Kilo als in den meisten Bundesländern Deutschlands. Mit diesen Umständen geht einher, dass man um solide Komponenten nicht rumkommt: geflochtene Hauptschnur, dicke monofile Schlagschnur, dickes, abriebfestes Vorfachmaterial, große, starke Haken, schwere Bleie und Subfloat Montagen. Dazu gibt’s dann echtes „Hook and hold-Angeln“. Nicht die feine englische Art… Und ich weiß sicher, dass diese grobe Herangehensweise Fische kostet. Genau das meine ich mit Kompromiss: Ja, würde man die Sache dort feiner angehen, wären ganz sicher mehr gehakte Fische drin. Doch ohne die grobe Materialschlacht würde man sie selten sicher in die Maschen bekommen. Got it?Überall ähnlichWas sich am Beispiel des Rainbows so gut beschreiben lässt, trifft auf fast alle Gewässer und sogar Angelarten zu. Selbst beim Fliegenfischen würde das feinere Vorfach die Bissfrequenz erhöhen, genauso aber auch die Verlustrate. Auch der Cassien ist da ein gutes Beispielgewässer: Steine, abgerissene Montagen am Grund, dazu viel Holz. Ohne Schlagschnur und robuste Rigs geht es an nur sehr wenigen Stellen mit reinem Gewissen. Doch die machen im oft sehr klaren Wasser wirklich keine gute Figur… Ich glaube, mehr Beispiele sind gar nicht nötig.Rainbow im WinterAm Rainbow ist das Wasser trüb, die hohe Fischdichte und schiere Größe der Karpfen sorgt für ordentlich Konkurrenzdruck unter den einzelnen Tieren, wenn es um Angelfutter geht. Das mischt die Karten etwas neu. Und ich weiß aus der Erfahrung von Freunden, die das Ausnahmegewässer im Sommer beangelten, dass die grobe Kelle den Fischen dann wenig auszumachen scheint. Selbst habe ich den See zweimal im Winter beangelt. Und da war es nicht sonderlich vertrauenserweckend, ein 10-Unzen-Blei an einer groben Subfloat Montage im eisigen Wasser als Falle zu drapieren. Anders formuliert: Meine Wunschvorstellung war, sehr kurze Rigs aus unauffälliger Mono oder aus Fluorocarbon mit an dezenten 3-Unzen-Inline Bleien einzusetzen. Tatsächlich konnte ich es fast genau so beim ersten Trip an einem Spot machen, der nach guter Erkundung tatsächlich keine Hindernisse aufwies und direkt am Ufer lag. Und dieser Spot brachte dann sogar drei von sieben Fischen dieser Session (auf zwei Angler). Im Vergleich zu den anderen, offensichtlicheren Hotspots also ein gutes Ergebnis. Lag das nun an der Tatsache, dass dort sonst selten ein Köder liegt? Oder an der feineren Präsentation?Einfach liegen lassenBei den anderen Ruten mussten wir damals gröber vorgehen. Und ein Trick, der uns in vielerlei Hinsicht als hilfreich erschien, war es, die Rigs einfach lange liegen zu lassen. Ich nutzte Subfloat Montagen mit dünnen Ästen vorm Vorfach auf der Schlagschnur – wie in Karpfenzeit 1 beschrieben – da ich der Meinung war, dass die Fische dieses Sees kein Problem damit haben, wenn sie beim Fressen einen Ast berühren, auf Schnüre hingegen würden sie empfindlich reagieren. Und bei Subfloat Rigs ragt die Schnur eben steil zur Oberfläche. Zurück zur Taktik: Einen Köder nach dem Auslegen länger als die übliche Nacht liegen zu lassen, bietet verschiedene Vorteile. Zunächst mal stören wir das Areal nicht, da wir seltener mit dem Boot hineinfahren. Auch wird sich Sediment über das Rig (ja, auch den Köder) legen, es fällt weniger auf, sieht älter aus, weckt – so die Hoffnung – weniger Misstrauen. Wichtig dabei ist, dass der Köder zur Taktik passt. Mit einem Pellet klappt das nicht. Tigernüsse erschienen uns im Februar dafür als ideal. Übrigens biss der größte Fisch dieses Trips auf genau so ein Nuss-Rig, das bereits seit vier Tagen in einer ruhigen Bucht ausharrte. Ich hatte nur einige wenige Nüsse dazu gefüttert. Mein langjähriger Freund und damaliger Angelpartner Hauke Kleinen und ich teilten uns den Fisch – wie alle dieser Tour – als gemeinsamen Fang. Aber das ist mal einen anderen Blog wert…KontrastprogrammJetzt habe ich viele Zeilen zum Rainbow geschrieben, dabei wollte ich eigentlich auch auf die Situation an einem Big Fish-Gewässer eingehen, an dem im Winter Freiwasserangeln möglich ist: dem Iles3 in Frankreich, den ich zum „sicheren“ Einstieg in meinen aktuellen Roadtrip mit Familie als erstes Gewässer im Dezember 2021 anfuhr. Dann packe ich das und mehr einfach in den nächsten Blog - bis dahin!CP

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Florian Woldt fängt den Fisch seines Lebens.