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CP-Blog / 16.08.2021

Christopher Paschmanns Blog #9: So VLOGGE ich

Als ich vor Jahren mit dem Video-Ding anfing, sorgten Drohnenaufnahmen und Slow Motions Bilder (verlangsamte Aufnahmen) noch für großes Staunen. Ich glaube, wir haben mit Keep the Spirit (gefilmt 2013 und erstmals in Kinos ausgestrahlt in der folgenden Wintersaison, danach auf DVD) einen echten Meilenstein gesetzt, was Produktionsqualität angeht – übrigens eine Kreativleistung von Mark Dörner und Anton Braun. Mittlerweile ist eine gute Produktionsqualität bei den Brands, die Videos zu Marketingzwecken liefern, längst Standard. Die Firmen überbieten sich mit regelrecht mit krassen Bildsequenzen – krass ist längst nicht mehr krass genug. Das zieht schon noch, es wird eben gerne schön geschaut, doch seinen Reiz hat es nicht erst verloren, seit jeder da draußen eine Drohne ins Rennen schickt – und wenn auch nur, um Fische zu finden. Authentisch muss es sein, real, eben echt und aus dem Leben.

So wie du bist

Das Zeitalter des Vlog (Video Blogs) hat längst begonnen und um ehrlich zu sein, ich bin eher spät dran… Nach Jahren bei Korda, begleitet von einem Kameramann und gewöhnt an die hochwertigen, aber auch teuren und aufwändigen Produktionen, habe ich da fast den Anschluss verpasst. Dabei war ich schon immer fasziniert von guten Vlogs. Warum? Dazu gleich, erstmal zur Definition: Was ist da gut?

Guter Vlog?

Das ist Geschmackssache! Doch meines Erachtens nach ist ein Vlog dann gut, wenn er den Zuschauer mitnimmt, ihn einbezieht und das Geschehen so dokumentiert, dass der Betrachter sich einfühlen kann. Dabei sollte das Format realistisch sein, nicht aufgesetzt, eben authentisch. Und um das zu erzielen, sollte es persönlich sein, etwas von dem Menschen preisgeben, der sich da selber filmt. Hinzu kommen technische Elemente in der Art des Filmens und natürlich später im Schnitt, die – zusammen mit Musikauswahl & Co. – Flow in den Vlog bringen. Jedenfalls: Ein Vlog ist eine Möglichkeit, das echte Leben zu zeigen. Ein guter Vlog schafft das für den Moment, den er abbildet. Und genau das beantwortet auch meine Warum-Frage von oben – das ist es, was mich am Vlogging fasziniert!

Selbstverwirklichung

Für mich ist es mittlerweile ein Stück weit Selbstverwirklichung am Wasser, mein Angeln selbst zu dokumentieren. Die Betonung liegt auf MEIN: Denn heute läuft es so, dass ich eine Session mache, die mich interessiert und inspiriert und diese mit der Kamera begleite. Damals war das anders: Für Korda musste der Kosten- Nutzenaufwand stimmen, der Mehrwert fürs Marketing passen. Ich habe auch diese Videoarbeit für Masterclass & Co sehr gemocht, mich aber nicht immer in Angelsituationen wiedergefunden, die ich mir auch privat ausgesucht hätte. 

Die Anfänge

Den Anfang machte bei mir der WASSERMANN VLOG, eher aus der Not geboren. Denn 2020 konnte ich aufgrund der Pandemie meine eigentlichen Pläne nicht verwirklichen, nahm mir ein lokales Ziel vor und begann einfach damit, es zu dokumentieren. Entstanden ist eine 15teilige Serie bei CARPZILLA+ in deren Zentrum die Jagd auf einen Fünfziger im Torfstich steht. Im Dezember 2020 brach ich dann mit meiner Familie im Camper Van Cato auf. Das Ziel: Viele Monate im Süden, für die Familie, mit angeln, fürs Erlebnis und Abenteuer. Ich wusste nicht, was in Sachen Content draus werden sollte, also hielt ich einfach drauf, mal vloggig, mal geplant. Und es entstand der VAN-LOG, ebenfalls für CZ+. Mittlerweile sind es bereits 18 Folgen von je über 20 Minuten, vier sind bereits online.

Paschmanns Plan

Beide Formate sind aber im Grunde keine echten Vlogs, denn zu dem vor Ort eingefilmten gibt es ein Erzähler-Setting, um den Kontext für alles zu liefern und die Teile zusammenzuführen. Ich mag das, es passt zu einem Portal wie CZ+, dem man sich mit Zeit widmet. Einen echten Vlog zu machen, der aber wirklich voll vor Ort entsteht und jede Wendung, jedes Erlebnis direkt mitnimmt, war der nächste Schritt. Und dieses Format ist jetzt am Start mit Paschmanns Plan, zu sehen alle 14 Tage auf dem Fangkraft-Youtube-Kanal. Oder direkt hier:

So vlogge ich

Häufig werde ich gefragt, wie genau ich mein Angeln so selbst dokumentiere. Was ist da technisch wirklich nötig? Nun, ganz ehrlich? Wenn die Story passt und das ganze einen Flow bekommt, dann braucht man im Grunde nicht mehr als ein gutes Smartphone oder die großartige GoPro 9 (dank des Displays auch vorne kann man sich selbst beim Vloggen sehen und so das Bild besser einrichten, auf Belichtung achten). Meine Vlogs entstehen aktuell mit drei technischen Geräten: eine Canon 6D MKII (Klappdisplay! Riesen Vorteil!), eine GoPro 9, eine Mavic Air Drohne (da unbedingt die neue Version nehmen…). Für die Canon habe ich ein Rohde-Mikro für den Blitzschuh. Zum Vloggen verwende ich hauptsächlich ein 24-70mm Objektiv mit Bildstabilisierung, durchgehender 4er Blende und ND-Filter, um dauerhaft in Blende 4 filmen zu können und über den Filter die Helligkeit mitzusteuern. Weitere Objektive nutze ich, um andere Bilder einzufangen. Dank eines Sets Objektivringe kann ich einen hochwertigen ND Filter für alle Objektive einsetzen. Für eine längere Session brauchst du dann nur noch reichlich Akkus, externe Batterien zum Laden und Bock! Ach ja, und Muße zum Schneiden, denn du kannst noch so gut und viel filmen, ohne einen guten Cut wird kein Vlog draus.

Genau darum beende ich diesen Beitrag auch mit einem ganz großen Dankeschön an die beiden Jungs, die sich um mein Material kümmern: Marco Lückenhaus (Paschmanns Plan) und Kai Thiry (VAN-LOG und WASSERMANN VLOG). Danke!

Fragen zum Vloggen? Der Ausrüstung? Anregungen? Schreibe mir gerne eine Nachricht bei Instagram!

Bis zum nächsten Mal,

Christopher Paschmanns

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