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River Rats / 08.12.2020

RIVER RATS - "Resümee am Fluss" von Felix Hetzmannseder

Hallo Leute! Heute meldet sich zur Abwechslung mal die österreichische River Rat, denn in Österreich ist dieses Jahr so einiges passiert! Ahoi!

Scheuklappen - nur für den Fluss!

Wieder einmal neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu und es ist Zeit, Resümee zu ziehen. Für mich ist es nun Zeit, einzusehen, dass sich die Angelei am großen Fluss mit schnell fallenden Wassertemperaturen dem Ende nähert. Wie Ihr euch wahrscheinlich schon vorstellen könnt, war der Herbst für mich nahezu ausschließlich dem Fluss gewidmet. Ich hatte mir bewusst Scheuklappen aufgesetzt und wollte meinen vollen Fokus auf diese Angelei legen. Doch In diesem Jahr war nicht nur unser aller Leben durch dieses verrückte Covid-Virus auf den Kopf gestellt, sondern auch der Fluss verhielt sich komplett anders als erwartet. Viele kleinere Hochwasser, Wetterkapriolen und enorm viel Treibgut waren die Challenges, die mich den gesamten Herbst über bei jeder Session am Fluss begleiteten und mich manchmal fast in den Wahnsinn trieben.

Es ist aufgetischt... muss also auch so gehen

Bereits in den ersten Tagen im September konnte ich es schon nicht mehr erwarten an die österreichische Hauptwasserader zurückzukehren. Zu dieser Zeit war noch deutlich zu viel Wasser im Fluss und es schien nicht klug, direkt mit dem Angeln zu beginnen. Viel eher erschien es mir sinnvoll, meine Futtergaben aufzutischen und dann bei besseren Pegelständen mit dem Angeln zu beginnen. Da sich aber die Bedingungen auch im fortschreitenden September einfach nicht wirklich besserten und ich meinen Urlaubsplan für die Angelei im Herbst abgestimmt hatte, musste ich mehr oder weniger dann auch die Tage nehmen wie sie kamen. So begann ich,  bei eigentlich nicht optimalen Bedingungen zu angeln. Ich war top vorbereitet. Der Spot war seit 1-2 Wochen unter Futter, mein Angelkeller platzte durch das viele Futter fast aus allen Nähten und auch ein ganzes Rig Safe voller passender Kombirigs in Überlänge hatte ich bereits vorbereitet.  Ich wollte es also, auch bei den noch nicht so idealen Bedingungen, versuchen und die Kampagne somit offiziell starten. Die diesjährige Saison am Fluss sollte die beste werden, die ich jemals erlebt hatte. So zumindest meine persönliche Motivation und Erwartung an mich und meine Vorgehensweise. Ich wollte einfach nichts, aber wirklich nichts, dem Zufall überlassen und so verging die erste Nacht zurück am Hauptstrom wie im Flug. Die Bedingungen waren natürlich nicht unbedingt perfekt, jedoch noch so, dass ein Biss kommen könnte.

Ein Biss, ein Baum, ein Verlierer

Wie schon aus den Jahren zuvor, konnte ich in der zweiten Nachthälfte dann meinen ersten Biss verzeichnen. Voller Anspannung und zittrigen Knien hatte ich tatsächlich als ersten Fisch gleich einen richtig guten im Drill, der konstant tief stand und sich durch dumpfe Kopfschläge zur Wehr setzte. In Gedanken sah ich mich schon voller Freude am Ufer knien. Tja, aber so weit kam es schlussendlich nicht. Ein ganzer Baum kam wie aus dem Nichts daher getrieben, der Fisch manövrierte unaufhaltsam weiter in Richtung Flussmitte und stieg mir am Ende des Tages in dieser misslichen Situation aus.

Die weiteren 2 Nächte konnte ich aufgrund der immer größer werdenden Menge an Treibgut leider nicht mehr vernünftig angeln und so musste ich  meine erste Session nach 3 Tagen abbrechen - mit einem verlorenen Fisch und Unmengen an Treibgut. Willkommen in der Realität.

Devise: Dranbleiben!

Ein ordentlicher Dämpfer gleich am Anfang, das ist Angeln und so machte ich mir die Tage zwischen den Sessions zunutze, um weiteres Futter für die Kampagne vorzubereiten. Im 2-Tages-Rhythmus ging es für mich ans Wasser um meinen Spot attraktiv zu halten und die Pegelstände genau im Blick zu haben. Es war in diesem Jahr ein Katz- und Mausspiel. Nur selten waren die Bedingungen wirklich gut, meist war der gesamte Fluss voll mit Treibgut und das Wasser deutlich zu trübe. Ich blieb aber konstant dran und wurde in unregelmäßigen Abständen mit Fisch belohnt. Darunter auch ein echter Flussrecke, der die Nadel der Waage deutlich über 20kg ausschlagen ließ. Einfach ein gutes Gefühl nach einer intensiven Kampagne, die im Grunde meinen kompletten Alltag beherrschte, mit so einem Fisch belohnt zu werden.

Das darfste nicht versauen

Genau in solchen Momenten darf dann in Bezug auf Gerät, Rigs und Vorgehen nichts schief gehen. Für die Flussangelei setze ich mittlerweile fast ausschließlich auf Kombirigs mit dem genialen Loops & Booms Konzept. Das heißt, der weiche Teil des Kombirigs wird einfach in die Schlaufe der steifen Boom Sektion eingeschlauft. Der steife Part sorgt für gute Reset-Eigenschaften und verhindert Verwicklungen. Außerdem gibt mir dieses Rig die Möglichkeit, im Handumdrehen einen durch die Strömung abgestumpften Haken auszuwechseln. Diese Option habe ich gerade in diesem Jahr zu schätzen gelernt, wenn mehrmals pro Nacht die Ruten aufgrund von Treibgut neu zu legen waren.

Meine Flusssaison hat mit den schnell fallenden Wassertemperaturen des Novembers mittlerweile ein Ende gefunden und ich stecke schon wieder in einem anderen Angelprojekt. Dazu aber bald mehr!

Ich wünsche euch einen tollen Advent, Leute! Wir hören uns! Felix Hetzmannseder

 

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