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+ Stories / 05.02.2021

Daniel Klinger: Mission Schneekarpfen

Für viele da draußen ist ab dem Dezember Ruhepause. Das Tackle wird eingemottet, denn den harten Bedingungen am Wasser zu trotzen, widerstrebt einem hohen Prozentsatz an Karpfenanglern. Nicht so Daniel Klinger. Mit Kumpel Chris zog er im Dezember los, auf die große "Mission Schneekarpfen". Wie es den Beiden erging, erfahrt ihr hier.

Dezember Lockdown!

Ja Leute, ich denke an ein aufregendes Jahr 2020 zurück!

Einige Höhen und Tiefen, sowie verschiedene Einschränkungen machten das ganze Jahr nicht einfach für mich, dennoch versuchte ich, das Beste aus meiner Angelei, hier an meinem Hausgewässer dem Kanal, herauszuholen. Ich wusste, wenn ich meine Angelei so fortführe wie die Jahre zuvor, wird mir das definitiv positiv in die Karten spielen. Und so passierte es auch: Mehrere Unikate fanden den Weg vor meine Kameralinse.

Doch der Dezember blieb mir ganz besonders in Erinnerung. Die Wintermonate sind keine leichten Monate für uns Angler, daher haben sicher so Einige ihre Ausrüstung schon im Keller verstaut. Mich zog es jedoch trotzdem an den Kanal, da ich bereits in den vergangenen Dezembern ein paar Fische auf die Matte legen konnte. Mir war klar, dass es kein einfacher Weg werden wird, aber genau das machte den Reiz bei mir aus. Daher verfolgte ich das Ziel, einen Karpfen im Schnee abzulichten. Mein Kumpel Chris, mit dem ich öfters am Wasser bin, hatte das gleiche Ziel vor Augen. So waren wir uns einig, dass es 2020 passieren muss und das Jahr noch ein wenig besser machen würde.

„Mission Schneekarpfen“

Es war Ende November, ich weiß es noch genau, Chris und ich telefonierten fast täglich und überlegten uns eine Strategie, wie wir am besten an die Fische kommen könnten. Schnell war klar, welches Futter, welche Rigs und welche Stelle wir beangeln wollten. Sogar das Datum stand schon in unserem Terminkalender. Es sollte direkt die erste Dezemberwoche sein. Die Temperaturen standen gut und der Schnee lag einige cm hoch. Genau die richtige Zeit, einen oder zwei der Dicken in den Händen zu halten. Bereits einige Tage zuvor bereitete ich meine Rigs vor, um gut gewappnet zu sein.

Der Tag brach an, es war ca. 4.30 Uhr als mein Wecker klingelte, raus aus den Federn und schnell ans Wasser. Nachdem ich meine Wohnung verlassen hatte, wehte mir schon der eiskalte Wind durch das Gesicht. Waren die Crocs an diesem Tag wohl die richtige Wahl!? Hahaha

Kälter als erwartet

Im Auto angekommen, drehte ich erstmal den Schlüssel um, und stellte Sitzheizung sowie Lüftung auf 3. Mir ist sofort aufgefallen, dass die Temperatur doch noch ein Stück tiefer in den Keller gesunken war, als es mir in der App angezeigt wurde. Wir lagen jetzt bei -4 Grad. Das war uns jedoch ganz egal, denn jeder eingefleischte Angler kennt auch nach Jahren noch dieses Kribbeln in den Fingern, wenn es raus ans Wasser geht. Nach ca. einer halben Stunde Autofahrt kam ich an der Stelle an.

Einen kurzen Augenblick später kam auch schon mein Freund Chris an den Platz gefahren. Nach einem kurzen Smalltalk, wer links und wer rechts fischte, ging es darum, die Ruten sauber zu platzieren. Da ich mich ja schon Tage zuvor gut vorbereitet hatte, war ich auch schon schnell im Rennen und konnte beide Ruten an den Platz raus schnicken. Auch Chris war fix und legte seine Ruten auf die Plätze, eine Handvoll Futter darüber und gut war.

Kickstart

Danach plauderten wir eine Weile, dabei ließ uns der Gedanke nicht los, ob wir unser Ziel heute wirklich erreichen würden. Viel Zeit zum Nachdenken blieb uns gar nicht, als um ca. 6.30 Uhr die erste Rute von mir ablief. Der Anfang war gemacht, die Freude war riesig und wir konnten es nicht fassen, dass der Erste schon nach so kurzer Zeit in den Maschen lag. Ein schöner langer Schuppi. Kurz abgelichtet und schon lag die Rute wieder am Spot. Kurze Zeit darauf meldete sich schon meine andere Rute und zum Vorschein kam der erste Leder-Spiegler.

Mitdenken wird belohnt

Leider konnte Chris bis dahin noch keinen Biss verbuchen, daher fragten wir uns ob die Fische nur von links kamen. Da Chris auch ein Angler ist, der sich viele Gedanken macht, zögerte er nicht lange und stellte seine Montagen komplett um. Er legte die Rute gerade auf das Rod Pod ab, als sie schon direkt abpfiff. Auch bei ihm fiel der Druck ab - Ziel erreicht, mein Freund! Ein schöner beschuppter Spiegler kam zum Vorschein. Es ist immer wieder erstaunlich, wie nur kleine Veränderungen zum Erfolg führen können.

Traumfische im Schnee

Um ca. 10 Uhr bekam ich noch einen weiteren Biss und als dieser Fisch im Kescher war, traute ich meinen Augen kaum. Ey, wir hatten minus 4 Grad mit Schnee und die Fische liefen besser als manche Tage im Sommer. Ein dicker Spiegler weit über 15kg lag in den Maschen. Chris und ich waren komplett aus dem Häuschen und lichteten den Brocken direkt ab. Booom! Während ich diese Zeilen gerade abtippe, bekomme ich immer noch Gänsehaut. Nach diesem Fisch passierte bei mir erstmal den Tag über nicht mehr viel. Chris hingegen setzte nochmal einen drauf und fing einen Fisch, den er schon länger mal auf seiner Liste haben wollte ... einer der Most Wanted lag auf der Matte. Somit konnte Chris einen kompakten Schuppi mit wirklich riesigen Flossen in die Kamera halten. Chapeau mein Freund. Das war das Highlight aus 2020.

So konnte das Jahr 2020 doch noch positiv enden und ich werde mich noch einige Jahre an diese besondere Session erinnern können. Ich denke, auch 2021 wird sicher wieder ein Jahr mit vielen positiven Momenten. Ich freue mich bereits darauf! Ich wünsch euch allen eine gute Zeit, bleibt gesund und nutzt die Zeit am Wasser.

Bis bald! Und: Augen offenhalten.

Euer Daniel

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