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Carp Life Balance / 20.06.2023

CARP LIFE BALANCE: 2 Nights 2 Friends – behind the scenes

In dieser Kolumne soll es ja nicht nur komplett ums Angeln gehen, auch wenn es dies fast immer tut. Ihr sollt auch einen Einblick bekommen was bei mir sonst so los ist und was abseits vom Angeln passiert. Wie die meisten von euch bestimmt schon mitbekommen haben, bin ich Anfang März zum zweiten Mal Vater geworden. Seitdem hat sich einiges geändert. Diejenigen von euch, die schon zwei Kinder haben, wissen, wovon ich rede. Mit einem geht es ja noch, aber mit zwei wird es schon deutlich stressiger, denn es sind nun zwei Kinder, die Aufmerksamkeit bekommen möchten. Bei mir hat es sich insofern geändert, dass es mir schwerfällt für eine längere Zeit weg zu fahren, ob auf einen Dreh oder auch privat. Vorher waren drei Wochen kein Problem, als mein Sohn da war waren es noch maximal neun Tage, die ich weg war und jetzt ist es eine Woche geworden. Nicht, weil ich es nicht aushalten würde, das bekomme ich schon hin, auch wenn sie mir fehlen, aber ich möchte gerade jetzt, wo sie noch so klein sind, so viel Zeit wie möglich mit Ihnen verbringen und sie aufwachsen sehen. Zudem möchte ich meine Frau so gut es geht unterstützen und sie nicht alles allein machen lassen müssen. Die Zeit vergeht so schnell, das ist unglaublich. Der große Vorteil ist, dass ich die meiste Zeit von zu Hause aus arbeite und sie viel sehe, was vorher in meinem alten Job niemals möglich gewesen wäre – dafür bin ich schon sehr dankbar. Dementsprechend wird meine Zeit dieses Jahr am Wasser deutlich weniger ausfallen als die letzten Jahre, was aber auch völlig ok für mich ist, denn in einem Jahr sieht die Welt auch schon wieder ganz anders aus. Und auch bei Meik hat sich die Lage in seiner Bäckerei etwas geändert, sodass ihm nicht mehr ganz so viel Zeit zur Verfügung steht.

Wir hatten Ende April. Endlich war es wieder so weit, dass sich der Indianer und der Südkoreaner auf in Richtung Frankreich für ihren ersten Dreh in 2023 machten. Vier Tage standen uns zur Verfügung. Meine Aufgabe war es, im Vorhinein nach einem geeigneten Gewässer zu suchen. Bei nur vier Tagen musste die Auswahl gut getroffen werden, denn mooven sollte keine Option sein, wir wollten uns an einem Gewässer niederlassen und dort durchziehen. Ich hatte im letzten Jahr noch mehr als genug von diesem Rumgegurke und ständigem Auf- und wieder Abgebaue. Das war einfach nur stressig und nie wirklich erfolgsbringend. Also musste ein gutes Gewässer her, das zum Frühjahr passte. Zum Glück bin ich recht gut vernetzt und hab ein paar Infos zu zwei Seen erhalten, die auf den ersten Blick richtig gut aussahen. Also standen der Plan und die Richtung, in die es gehen sollte. Im Frühjahr benötigt es zum Glück nicht viel Tackle, und da ich kein Bock auf eine Tonne Angelkram in meiner Karre hatte, reduzierte ich mein Tackle schon auf ein Minimum, sodass noch richtig viel Platz in meinem Bus war. Gegen Mittag traf ich an Meiks Bäckerei ein und mir wurde ein obligatorisches Frühstück serviert, welches wie immer fantastisch war. Danach machten wir uns direkt ran seine Sachen in den Bus zu laden. Auch Meik hatte für seine Verhältnisse wenig Tackle dabei, das kenne ich anders von ihm. Zudem sortierte ich alles, was mir überflüssig vorkam, aus. Am Ende hätten wir sogar noch Platz für eine dritte Person mit Tackle gehabt. Mit so wenig waren wir noch nie los gewesen.
Meik Pyka auf Schlauchboot.
Karpfenruten und Angelcamp am Wasser.
Dann machten wir uns auf den weiten Weg in Richtung Ziel. Bei uns war bestes Wetter, was man nach einigen Stunden Fahrt nicht mehr behaupten konnte. Es wurde zunehmend kühler und fing auch noch stark an zu regnen, genauso wie wir es zum Aufbauen lieben. Natürlich nicht und wir waren auch noch nicht da, aber für unseren ersten Abend war kein sonderlich gutes Wetter gemeldet, aber es sollte später wieder aufhören zu regnen. Die Fahrt verlief, bis auf eine gesperrte Straße wegen eines Radrennens, reibungslos und gegen 18 Uhr waren wir vor Ort und schauten uns erst einmal ein anderes deutlich größeres Gewässer an. Dieses gefiel uns richtig gut und bis auf drei Angler in der anderen Ecke des Sees, war niemand hier. Unsere Entscheidung war gefallen, wir wollten hierbleiben. Auch der Platz, an dem wir gerade standen, war perfekt. Nach links raus gab es zwei Inseln und rechts lag der offene See. Meik wollte nach links fischen, dazu hätte sich bei dem Anblick definitiv jeder entschieden. Auch ich wollte gerne dorthin fischen, überließ ihm aber den Vortritt. Rechts sah es nicht gerade einladend aus, viel Wasserfläche und dem Anschein nach gab es keine wirklichen Features. Egal irgendetwas würde ich schon finden. Nachdem das geklärt war, bauten wir unser Camp auf und machten die Ruten fertig.

Mir fehlte etwas der Elan, denn ich hatte die Nacht zuvor nur zweieinhalb Stunden geschlafen, da unsere Kinder keine gute Nacht hatten. Nach dem langen Tag und der Fahrt war ich einfach nur Platt und geschlaucht. Aber ohne eine Rute ins Wasser zu legen, konnte ich auch nicht schlafen, also riss ich mich zusammen und baute eher schlecht als recht mein Set Up auf und brachte zwei Ruten aus. Eine auf Long Range ca. 450m nach rechts zu einer weiteren Insel, die sehr interessant aussah und die andere irgendwo ins Freiwasser. Danach war bei mir der Ofen aus und ich viel tot auf die Liege. Meik war richtig „on fire“ und hat noch alle vier Ruten ausgelegt. Er hatte auch direkt bei seiner ersten Erkundungstour einen richtig guten Fisch gesehen. Einen Schuppi über 20 Kilo und einen weiteren im flachen Wasser zwischen den Inseln. Seine Ruten lagen gerade einmal eine halbe Stunde, da bekam er den ersten Biss auf nicht mal einem halben Meter Wassertiefe. Leider verlor er den Fisch. Ich bekam das alles gar nicht mehr wirklich mit, da ich so im Delirium war, nur kurz wach wurde und ihn brabbeln hörte. Es war ein richtig großer Spiegler um die 25 Kilo, das war richtig bitter, denn damit wäre der Dreh direkt im Kasten gewesen, aber das war uns nicht gegönnt. 
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